Sir Tim Berners-Lee: Blogs doch nicht so übel

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Da sind wir aber beruhigt. Der Urvater des Web hat es gar nicht so gemeint und das jetzt klargestellt. Der Guardian und die BBC sollen ihn ganz falsch wiedergegeben haben.

Wir berichteten über die Unmutsäußerungen von Sir TBL. Er führte jetzt aus, Blogs seien sogar gut, denn sie seien “ein sich sanft entwickelndes Netzwerk von bedeutsamen Verweisen”.
An dem Mißverständnis waren übrigens die Medien schuld – aber nicht etwa die Blogs:

“In einem kürzlichen Interview mit dem Guardian kam das, was ich zu erklären versuchte, ganz verdreht als ‘Blogging ist eine der größten Gefahren’ heraus. Seufz. Ich denke, sie haben das von einem etwas unglücklichen BBC-Artikel übernommen, der aus irgendwelchen Gründen die Bedenken gegenüber dem Web stärker betonte als die Begeisterung, die Mißerfolge mehr als die Chancen. (Das passiert, weil man beim Start einer Initiative zur wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Web von den Leuten gefragt wird, was die Zukunft an Chancen und Gefahren bereithält. Und einige Redakteure kommen in Versuchung, die Chancen auszulassen und die Befürchtungen in die Überschrift zu nehmen, um Aufmerksamkeit zu bekommen, was eine alte und langweilige Gewohnheit der Zeitungen ist. Wir erwarten natürlich mehr vom Guardian und der BBC, die im allgemeinen sehr seriöse Quellen sind.)”

Und wo erfahren wir das? In seinem eigenen “timbl’s blog” mit der Überschrift “Blogging ist großartig”. Willkommen im Club, Sir. Wir hätten wissen müssen, dass dieser ganzen Meute von Lohnschreibern einfach nicht zu trauen ist.
Wer jetzt sicher gehen und eine ganz originale Quelle hören möchte: Die BBC macht ein Audio-Interview mit Sir Tim Berners-Lee über das Web hörbar.

Guardian
timbl’s blog
BBC-Interview (Real Audio)