Handy-Benutzer bleiben beim Simsen

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Die Mobilfunkprovider müssen nicht um ihre SMS-Pfründe fürchten, weil sich mobile E-Mail-Dienste verbreiten. Sagen die mobilen Marktforscher von M:Metrics.

Smartphones können E-Mail, und jedes Java-befähigte Handy inzwischen auch. Gerade stellte Google einen neuen mobilen E-Mail-Dienst vor, der das Mailen über das Mobiltelefon wesentlich vereinfachen soll.
Das aber wäre der großen Mehrheit der Handy-Träger noch immer zu umständlich oder schwierig, meint Analyst Paul Goode von M:Metrics:
“Steigt man über den Handy-Webbrowser ein, ist die Benutzerfreundlichkeit gering. Abhilfe schaffende Zusatz-Applikationen oder Hilfsprogramme werden wiederum kaum genutzt, da der Installations- und Einrichtungsprozess für viele Anwender zu mühsam ist.”
Dabei könnte E-Mail statt SMS auch die Telefonrechnung deutlich reduzieren, sofern nicht der falsche Datentarif gewählt wurde. Noch gefährlicher kann es allerdings sein, wenn gar kein Datentarif gewählt wurde, weil dann ein Provider wie Vodafone standardmäßig einen immer noch absolut astronomischen Datentarif voreinstellt.
Vielleicht sollten sich die Experten von M:Metrics mehr mit der benutzerunfreundlichen Tarifgestaltung beschäftigen, bevor sie weitere Prognosen wagen. Derzeit jedenfalls besagen ihre Zahlen, dass nur 7,2 Prozent der deutschen Mobilanwender über ein Mobiltelefon auf E-Mails zugreifen.
Sie gehen davon aus, dass auch weiterhin über 80 Prozent der Handybenutzer per SMS die Verbindung zur übrigen Welt halten werden. Puuh – da sind die Mobilfunkanbieter ja gerade noch einmal davongekommen. (bk)

pte
M:Metrics