Das Blutbad bei HP geht weiter

Allgemein

Der skandalgeschüttelte IT-Konzern Hewlett-Packard hat schon wieder zwei Abgänge zu verzeichnen.

Gerade hatten wir über den Abgang von Steve Smith ohne schon bereitstehenden Nachfolger zu berichten, schon kippen die nächsten beiden HP-Manager. Diesmal hat es Rich Marcello und Don Jenkins erwischt.
Zur Zukunft Marcellos versuchen sie uns weiszumachen, er wolle sich um ehrenamtliche Tätigkeiten kümmern. Und wir hatten uns schon so an den Spruch mit “mehr Zeit für die Familie” gewöhnt.
Auf den ebenfalls vor die Tür geschickten Don Jenkins scheint nicht einmal mehr Ehrenamtliches zu warten. Das hört sich doch nach einem ganz besonders plötzlichen Rausschmiss an.
Als Ersatzmann für Marcello kommt Martin Fink. Er dürfte es relativ leicht haben, denn wie könnte man es noch schlimmer machen als bei HPs verpfuschten Itanic-Übergängen? Da geht es ihm ähnlich wie Firmenchef Marc Hurd, bei dem es auch nur noch aufwärts gehen kann. (Wenn er nur nicht so vergesslich wäre. Bei seinen jüngsten Aussagen zur Schnüffelaffäre bei HP schien er ein Gedächtnis wie ein Sieb zu haben. Weiß er eigentlich noch, dass er Boss bei HP ist?)
Jedenfalls wurde uns geflüstert, einer der Hauptgründe für die beiden neuen Abgänge bestünde darin, dass die meisten Tru64-Leute nicht zu HP-UX/Itanic kommen wollen, und schon gar nicht in Scharen kommen. Die anhaltenden Frustrationen der noch standfesten Benutzergemeinde waren da sicher auch nicht dienlich. Es sieht also danach aus, dass so ziemlich alle Offiziersstühle neu arrangiert und besetzt werden.
Die wirkliche Frage ist daher, wohin bewegt sich dieser zitternde Arm der Firma? Er hat eine verärgerte Kundenbasis, eine feindselige Benutzergemeinde und eine ausgebrannte Support-Infrastruktur. Die Chips werden so etwa um ein weiteres Jahr auf sich warten lassen, und gute Nachrichten gibt es überhaupt nicht. Willkommen beim neuen HP. (Charlie Demerjian/HP)

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