Preisrutsch in Sicht? Intel sitzt wohl auf zu vielen Chips

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Der weltgrößte Halbleiterbäcker hat das weltgrößte CPU-Lager angehäuft: Prozessoren im Wert von 3,6 Milliarden Euro sollen es Ende September gewesen sein – 59 Prozent mehr als 2005.

Während AMD Schwierigkeiten hat, überhaupt genügend von seinen gefragten CPUs herzustellen und an alle Abnehmer zu verteilen (wir berichteten), zeigt sich bei Intel und Texas Instruments das umgekehrte Bild: Zu viele Chips könnten die Konzerne zu Preisnachlässen zwingen, damit nicht peinliche Abschreibungen von unverkauften Halbleitern Image und Bilanz ruinieren.
Laut Bloomberg sitzt TI auf Mobilprozessoren im Wert von über 1,4 Milliarden Dollar (1,12 Mrd. Euro), 28 Prozent über dem Level von vorigem Jahr. Branchenanalysten glauben, dass der einzige gangbare Weg zum schnellen Abbau der hohen Lagerbestände entsprechende Sonderangebote zu Weihnachten wären. Was für die Aktionäre der Hersteller schlechte Neuigkeiten sind, dürfte die Verbraucher weltweit freuen. (rm)

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