Oracle schluckt Stellent für 440 Millionen

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Der megalomanische Oracle-Boss findet 440 Millionen Dollar in der Portokasse. Da kauft er sich eben noch einen Laden dazu.

Für Bescheidenheit und Zurückhaltung war Larry Ellison noch nie bekannt. Er führt Oracle nach den Regeln historischer chinesischer Kampfkünste. Werfen konkurrierende Firmen nicht gleich das Handtuch, werden sie aufgekauft oder fusioniert.
Unsere Datenbanken und Anwendungen gehören ihm schon, jetzt will er auch noch unseren Content. Mit dem Erwerb der Content-Management-Firma Stellent erreicht er auch dieses Ziel. Es ist nur ein weiteres Beutestück auf der langen Einkaufstour. Neben den einstigen Softwaregiganten PeopleSoft und Siebel hat sich Oracle massenaft Software-Spezialisten für Einzelhandel, Integration, Identitätsmanagemant, Suche, Open-Source-Datenbanken, Mitarbeiterverwaltung, Portale und noch eine Menge mehr einverleibt – das läuft alles unter strategischen Firmenübernahmen, wie man hier sehen kann.
Was holt sich der Wolf als nächstes? Wir tippen darauf, dass Oracle etwas unternehmen wird, um seinen Marktanteil an kollaborativer Software zu erhöhen. (Martin Veitch/bk)

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