Microsoft jagt wieder Software-Piraten – auch in Deutschland

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Etwas Zuckerbrot und viel Peitsche packt der US-Konzern im Kampf gegen Raubkopierer und Software-Piraten aus.

Microsoft kündigte gestern sowohl eine weltweite Klagewelle gegen SW-Kopierer an als auch die Tatsache, erstmals Lizenzen zur Nutzung seiner Software günstig an chinesische Firmen vergeben zu haben. Mit dieser Doppelstrategie wolle man den Weg in die Legalität “erleichtern”, erklärte ein Unternehmenssprecher.
Parallel in 55 Gerichtsverfahren erheben die Borg Klage gegen Unternehmen und Privatpersonen. Die Aktion richte sich gegen Verkäufer, die gefälschte Software über eBay oder andere Auktions-Plattformen angeboten hätten. Es sei der bisher größte Einzelschlag gegen den Vertrieb illegal kopierter Software und das erste Mal, dass das Unternehmen sich dabei auf den Internet-Handel bzw. Online-Auktionshäuser konzentriere. Viele der Beklagten habe Microsoft zuvor gewarnt.
Die meisten Klagen laufen in den USA (15), Deutschland und den Niederlanden (je zehn). Bei einem deutschen Anbieter geht es allein um 2.000 illegal kopierte Produkte, die über eBay angeboten wurden. Zahlreichen Raubkopierern sei Microsoft auf die Schliche gekommen als gutgläubige Kunden online über die Microsoft-Routine “Windows Genuine Advantage” die Echtheit der erstandenen Programme prüfen ließen. Schon zwischen 1. Juli und 30. September hatten die MS-Juristen 275 Mal rechtliche Schritte gegen Personen oder Firmen losgetreten. (rm)

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