Gewöhnliche PC-Festplatten könnten als Tsunami-Sensor dienen. Mit dieser kuriosen Idee will ein österreichischer Programmierer teuren Warnsystemen Konkurrenz machen.
Idealer Tsunami-Sensor
Tsunami-Warner im PC
Computerfestplatten sind erschütterungsempfindlich. Ein herunterfallender Gegenstand, ein versehentlicher kleiner Stoß am PC und schon reagieren die Schreib-Leseköpfe. Das wäre doch eigentlich der ideale Tsunami-Sensor!
Auf diesem Geistesblitz hat der österreichische Programmierer Michael Stadler das Programm Tsunami Harddisk Detector aufgebaut. Die Software analysiert das Verhalten der Schreib-Leseköpfe. Diese bewegen sich in nur 20 Nanometern Abstand zum Datenträger und registrieren daher auch feinste Erschütterungen.
Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist zwischen 0,04 und 0,1 mm dick, das entspricht immerhin 40 000 – 100 000 Nanometern. Selbst bei für Menschen kaum wahrnehmbaren seismischen Stößen muss die Festplatte den Schreib-Lesekopf neu positionieren und meldet dabei ein Position Error Signal (PES) an den Computer.









