Intershop weiter im Abwärtsstrudel

FinanzmarktUnternehmen

Die Jenaer Software-Schmiede rutscht noch tiefer in die roten Zahlen als befürchtet. Der Umsatz reicht einfach nicht aus, um die Kosten zu decken.

Von der Gewinnschwelle kann Intershop momentan nur träumen. Der Umsatz erreichte im dritten Quartal nur noch das Niveau von 4,9 Millionen Euro. Da schon die laufenden Kosten bei 6,4 Millionen Euro liegen, summierte sich der Nettoverlust für 2006 mittlerweile auf 4,4 Millionen Euro.

Das Unternehmen bietet Programme für den Internet-Handel an und begründete den im Vergleich zu 2005 angewachsenen Fehlbetrag mit der Übernahme der auf Online-Marketing spezialisierten Frankfurter SoQuero GmbH. Zudem sei das Geschäft stark von einzelnen Großaufträgen abhängig und damit schwankungsanfällig.

Nach der Schrumpfkur der Vorjahre beschäftigt die Firma noch 230 Mitarbeiter. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz wirft dem ehemaligen Börsenliebling vor, der größte Kapitalvernichter der vergangenen fünf Jahre zu sein. (rm)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen