Akku-Rückrufe belasten Sony

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Zwar konnte der Elektronikriese seinen Umsatz im abgelaufenen Quartal steigern, das Debakel mit überhitzenden Notebook-Akkus ließ jedoch den Gewinn dramatisch einbrechen.

Das zweite Geschäftsquartal 2006 war für Sony kein gutes. Der japanische Konzern musste einen operativen Verlust von 20,8 Milliarden Yen ausweisen, nachdem man im Vohrjahresquartal noch einen operativen Gewinn von 74,7 Milliarden Yen verbuchen konnte. Der Netto-Gewinn ging um satte 94 Prozent zurück auf gerade noch 1,7 Milliarden Yen.

Hauptgrund für die schlechten Zahlen ist das Desaster mit den Notebook-Akkus. Sony und andere Hersteller, die Sony-Akkus in ihren Notebooks verbaut hatten, mussten bislang rund 9,6 Millionen Akkus zurückbeordern, weil diese überhitzen können.

So revidiert man denn auch die Prognosen für das gesamte Geschäftsjahr. Sony rechnet nun noch mit einem Netto-Gewinn von 80 Milliarden Yen – 35 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Denn auch bei den Spielkonsolen drohen Verluste: nicht nur dass der Verkauf der PSP eher schleppend läuft, auch die neue PS3 wird zunächst ein Zuschussgeschäft. (dd)

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