Konzernumbau bei der Telekom

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Rund 45 000 Mitarbeiter werden in neue Service-Bereiche ausgegliedert. Dort darf dann für weniger Geld länger gearbeitet werden.

Die Deutsche Telekom hat gestern umfangreiche Restrukturierungspläne bekannt gegeben. Unabhängig vom bereits im vergangenen Jahr angekündigten Stellenabbau um 32 000 Mitarbeiter sollen nun 45 000 weitere Mitarbeiter in neuen Einheiten für den Kundenservice zusammengefasst werden. Anders sei die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nicht zu sichern, rechtfertigt die Telekom den Schritt.

So werden zunächst 4000 neue Leute im Kundenservice eingesetzt. Im kommenden Jahr werden dann rund 35 000 Mitarbeiter von T-Com in eine neue Geschäftseinheit T-Service ausgegliedert werden, die für die technische Infrastruktur und den Kundendienst verantwortlich sein soll. Die 10 000 Stellen in den Call Centern der T-Com werden ebenfalls ausgegliedert.

“Dazu erwarten wir ein Entgegenkommen der Sozialpartner”, erklärte Heinz Klinkhammer, Personal-Vorstand der Deutschen Telekom. Der rasante technologische Wandel, die zunehmende Regulierung und die zu hohen Personalkosten würden es unmöglich machen, in Deutschland weiterhin mit der gleichen Mitarbeiterzahl bei unveränderten Konditionen weiterzuarbeiten.

So will man denn die Gehälter in den neuen Einheiten um 30 bis 50 Prozent absenken, so dass sie auf Marktniveau lägen. Außerdem müsse die Produktivität, beispielsweise bei der Wochenarbeitszeit, erhöht werden. (dd)

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