Che Guevara: Der Rebell unter den Handy-Providern

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Viva la Revolution: Wie kann ein toter kubanischer Rebellenführer im heutigen Mobilfunkmarkt eine Rolle spielen? Indem ein (deutscher!) Provider sich nach ihm benennt.

Warum nutzt die “Che Mobil AG” Namen und Konterfei des berühmten Kubaners? Weil der neue deutsche Provider eine Preis-Revolution ausruft. Dazu gehören geringe Kosten für die meisten In- und Auslandsgespräche (16 Cents bzw. 39 Cents pro Minute). Wie ist das möglich? Auf Reisen umgeht Che Mobil einfach die internationalen Roaming-Abkommen und stellt die Verbindung de facto via Festnetz her. “Heute werden Mobilfunkkunden im Ausland mit Minutenpreisen von bis zu 5,49 Euro eiskalt abgezockt”, erinnert Nils Tharandt-Ortiz, Vorstand der Düsseldorfer Firma, die zur französischen Scoot Mobile SA gehört.
Im Gespräch mit Pressetext verriet Tharandt-Ortiz, dass er selbst bekennender ehemaliger Salonmarxist und 68er war. Heute wolle er als Jungkapitalist (von den Chinesen abgeguckt?) den Namen seines Jugendidols Che Guevara zu einer Marke im deutschen Markt machen. Als Zielgruppe sieht er vor allem weltoffene, reiselustige Menschen von 14 bis 49. Denn, wer beim Telefonieren spart, hat mehr Geld für den Urlaub, argumentiert Tharandt-Ortiz.
Geplant ist der Vertrieb der angebotenen Leistungen über die Reise- und Tourismusbranche. Interessierte können direkt im Internet Kunde werden. Ein Starter Packet mit Handy, SIM-Karte und Gesprächsguthaben gibt es ab knapp 20 Euro. (rm)