Macht Handy-Telefonieren Männer unfruchtbar?

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Auf der Jahrestagung der American Society for Reproductive Medicine präsentierte jetzt ein indisch-amerikanischer Wissenschaftler eine Studie, die Befürchtungen ungarischer Wissenschaftler von 2004 bestätigen könnte: Handys in der Hosentasche sind möglicherweise wahre “Kinderkiller”.

Ashok Agarwal hat in einer Tagung für reproduktive Medizin eine neue Studie präsentiert. In seinem Test an 361 Männern habe er festgestellt, dass die Menge, Beweglichkeit und Beschaffenheit von Spermien im Ejakulat bei zunehmender Handybenutzung abnehme, berichtet der britische Guardian von der US-Forschung. Bei Männern, die mehr als vier Stunden täglich das Mobiltelefon nutzten, war die Beweglichkeit der Spermien glatte 30 Prozent schlechter als bei Männern, die keinerlei Handys verwendeten.

Auch bei Männern, die weniger als zwei Stunden am Tag mit dem Handy telefonieren, sank nur die Beweglichkeit, zugleich auch die Zahl der Spermien.

Der Forscher will durch seine Werte nicht beweisen, dass Handys schädlich seien, sondern erst einmal die anderen Forscher auffordern, diese Möglichkeit weltweit zu beobachten. Weil ungarische Wissenschaftler schon 2004 darauf hinwiesen, dass Handys in Hosentaschen die Spermienzahl verringern könnten, scheint die neue Studie Befürchtungen in dieser Richtung zu bestätigen. Doch auch Forscher Agarwal spricht noch nicht von Tatsachen – er will ja nur die “Möglichkeit” aufzeigen.

Wer im Internet nach dem Wissenschaftler sucht, findet allerdings zuerst eine Meldung, man könne seine Businessdaten herunterladen – auf das “moile phone”. Der Mann scheint also keine Angst zu haben, selbst betroffen zu sein. (mk)

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