Finanzinstitute haben die dümmsten User

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Sie predigen Sicherheit und kümmern sich nicht darum. Weil es ihnen einfach zu umständlich ist, was sie von ihren Kunden ganz selbstverständlich erwarten.

Das ergab eine Umfrage von Quest Software bei Finanzfirmen in der Londoner City-Meile, in der es von Börsenfirmen und Banken mit den bekanntesten Namen nur so wimmelt. An den Sicherheits-Richtlinien der Firmen gab es gar nicht so viel auszusetzen, doch wurden sie unterminiert durch die Dummheit der Benutzer.
Über ein Drittel der Mitarbeiter setzten am Arbeitsplatzrechner das gleiche Passwort wie an ihrem PC zuhause ein. So können sich die Finanzexperten das Passwort leichter merken. Durch die geringere Sicherheit bekommen jedoch Datendiebe leichteren Zugang zum sicheren Firmennetzwerk über das weniger gesicherte Heim.
Selbst die Sicherheits-Richtlinien einiger Finanzfirmen fand Quest ziemlich fragwürdig. Einige verlangten nur Passwörter mit weniger als acht Zeichen, die als leicht knackbar gelten. Über 84 Prozent ließen die Benutzer ihre eigenen Passwörter wählen, was zu verschiedensten Problemen führen kann. Ein Viertel ließ zudem gewöhnliche Wörter anstelle von Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen zu.
Global Product Director Joe Baguley von Quest meint, Finanzinstitute sollten in der IT-Sicherheit vorbildlich sein. Tatsächlich werde sie aber durch die Bequemlichkeit ihrer Nutzer geopfert. Die Namen der laxen Firmen wollte er jedoch nicht nennen. (Nick Farrell/bk)

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