Spekulationen über extremen Telekom-Jobverlust

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Die Deutsche Telekom plane laut Medienberichten weitere drastische Stellenstreichungen.

Je nach Sonntagsblatt wurde von 55.000 (Bild-Zeitung) bis 74.000 (FAZ am Sonntag) Jobs gesprochen. Eingeweihte Telekom-Kreise hatten zum Wochenende ausgeplaudert, dass der Telekom-Vorstand davon ausgehe, ab 2010 nur noch rund 93.000 Menschen in Deutschland “wettbewerbsfähig beschäftigen” zu können. Derzeit sind es noch 167.000 Vollzeitstellen.

Heinz Klinkhammer wies die Berichte zurück. “Ich kann definitiv sagen, dass solche Pläne auf Vorstandsebene nicht angedacht sind”, dementierte er gestern in Bonn. Das zitierte Vorstandspapier gebe es angeblich nicht. Grundsätzlich hält Klinkhammer einen weiteren Stellenabbau nach 2008 aber für möglich. “Es kann niemand im Ernst behaupten, dass es keinen Personalabbau mehr geben wird.”

Die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” berichtete, die Stellenstreichungen seien Teil der Maßnahmen von Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke, mit denen er eine “nachhaltige Effizienzsteigerung” im Konzern erreichen wolle. Dabei stehe Ricke von Seiten der Aktionäre unter Druck, letztlich gehe es auch um seinen Posten. Die Zeitung bezog sich ebenfalls auf das Vorstandspapier und bezeichnete die Informationen daraus trotz des Telekom-Dementis als “zuverlässig”. Etwa 100.000 Menschen mussten seit der Privatisierung 1995 das Unternehmen schon verlassen. (rm)

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