Online-Wetten: Markt trotzt staatlichen Widerständen

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Jenseits des politischen Gegenwinds könnten die deutschen Anbieter von Online-Wetten ihre Umsätze in Zukunft um 55 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro steigern.

Trotz des Antrags der Bundesländer, private Wett-Anbieter vom Markt fernzuhalten, soll die Branche in den kommenden Jahren ein moderates bis starkes Wachstum verzeichnen. Dies behauptet eine Studie des Marktforschungsinstituts Goldmedia, die bis 2010 sogar eine Vervierfachung des Branchenumsatzes voraussagt, sofern ab nächstem Jahr Privatanbieter das Geschäft mit Online-Wetten beleben dürfen.

“Diese Prognosen können nur erreicht werden, wenn private Anbieter zugelassen werden”, bestätigt Christian Spahr vom Branchenverband Bitkom. Bis jetzt waren private Sportwetten in Deutschland verboten, wobei es einige Ausnahmen wie den Anbieter Bwin gab.

“Bwin hatte noch eine gültige Lizenz aus DDR-Zeiten”, erläutert Spahr. Im August dieses Jahres untersagte Sachsen jedoch den Geschäftsbetrieb von Bwin. Zu Unrecht, wie das Bundesverfassungsgericht mittlerweile urteilte. Bis Ende 2007 haben die Bundesländer nun Zeit, eine Neuregelung für das Glückspielrecht zu verabschieden. (rm)

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