INQUIRER erwischt wunde Punkte (5)

Allgemein

Leserbriefe

“.Wir IT-Profis haben selber Schuld!”

Zum Beitrag: Achtung Intel: Microsoft plant Prozessoren

Wer wettet mit mir, dass eine zukünftige Windows-Version einen Microsoft-Prozessor zwingend voraussetzen, und dass das Teil nur Windows vernünftig ausführen wird? Das wäre dann ein ultimatives Vendor-Lock-In, sozusagen Microsofts schlussendliches Lebensziel.
– von Dennis Murczak

Nun ja, da kann man nur noch hoffen dass die Borg das nicht oder nur unzureichend hinbekommen – ansonsten sähe es wohl düster für große Teile der IT-Welt aus.
– von JumpingJakk

Antwort zu JumpingJakk: Naja, die IT-Welt und damit wir IT-Profis haben selbst Schuld. Wir setzen uns nicht gegen unsere innovationsmüden Chefs durch. Wenn es dann ein Unternehmen gibt, welches sich Innovation und Durchsetzung auf die Fahnen geschrieben hat, dann sehen wir alt aus. Jene steigern ihre Gewinne durch Neuerungen wie zum Beispiel Online-Updatecheck, semantische Suche, Pagerank oder ein Web-Analysetool usw. Unternehmen, die nicht bereit sind, gewisse Risiken einzugehen, gehen halt unter.
Ein beispiel aus meiner Berufspraxis: Ich wollte unsere IT-Lösung sicherer gegen Manipulation machen. Mein Chef antwortete, die anderen Firmen machen das nicht – alsso wir auch nicht. Der Aufwand zur Realisierung der Sicherheitsmaßnahme wäre gering gewesen, der unser Chef sah darin keine direkte Produktionssteigerung – wie denn auch? Unser Backoffice ist dafür da, die eigenen Abteilungen zu unterstützen.
– von Alien

Wo sind eigentlich die Neuentwicklungen aus Europa?
– von EUmel

An EUmel: Die Innovationen stecken in den starren und stickigen Chefetagen fest.
– von Alien

Die Big Player leisten keine wirklichen Innovationen, sondern recyceln nur die Errungenschaften anderer oder Einzelner. Diese Klitschen wirtschaften primär in die eigene Tasche und der Kunde bekommt nur soviel Aufmerksamkeit, dass er brav den Mund hält.
– von Dennis Murczak

An Dennis: Innovationen kommen nur von unten? Da stimme ich Dir bedingt zu, denn die großen Firmen wie AMD, Apple, Google, Intel, MS oder TI leisten sich den Luxus, Freaks einzustellen und noch Milliarden in Forschung und Entwicklung zu stecken. So leisten sie vor allem über die Universitäten sehr wohl einen großen Beitrag zu den Innovationen, die sie später in Produkte integrieren.
– von Alien

Neuentwicklungen lassen sich mit dem passenden Kleingeld eigentlich immer auf den Markt drücken, wobei sich Innovation natürlich nicht nur auf die “Großen” beschränkt. Diese profitieren aber von einer gut bezahlten PR-Maschinerie, um ihre Produkte allgemein bekannt zu machen. Schade, dass kleinere Startups, die oft sogar das theoretisch bessere Produkt haben, regelmäßig mangels Publicity auf der Strecke bleiben.
– von Dennis Murczak

Zum Beitrag: Das Ende der GEZ?

Sollte es doch noch Hoffnung für dieses geplagte Land geben?
– von 7even

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wenn sich etwas in der Politik nicht sofort durchsetzen lässt, dann stellt man zuerst unakzeptable Maximalforderungen, akzeptiert ein Moratorium und handelt dann einen “Kompromiss” aus, der die Kernpunkte der ursprünglichen Idee enthält.
Letztendlich wird die GEZ mit erheblichen Mehreinnahmen von allen Leuten beglückt, die einen Computer besitzen. Heute werden die Rechner als Begründung genannt, morgen sind es vielleicht die Mobiltelefone. Viele Handys können schließlich auch das wertvolle Programm der sogenannten Öffentlich Rechtlichen empfangen. Der Wahnsinn wird kein Ende finden. Zumindest kann derzeit vom Ende der GEZ wohl kaum die Rede sein. Dafür sind einige Interessengruppen, wie z.B. die Kirchen, zu sehr im Filz mit den Poliker/innen verstrickt. Der Wille der Bevölkerung hat da kaum eine Chance.
– von UberSee

Den Willen des Volkes, die GEZ abzuschaffen, hat die Wirtschaft doch bloß aufgegriffen, um nur noch mehr Werbesender auf den Markt zu bringen. Ich persönlich bin für die GEZ und will die ARD et cetera!
– von IchEben

Die Neuregelung wird eindeutig darauf hinauslaufen, dass der Endverbraucher mehr zahlen muss. Warum sollten die GEZ-Verantwortlichen ein Modell konzipieren, bei dem sie selber weniger einnehmen? Und was den Betrieben zugute kommt, wird beim “Normalo” drauf gehauen…
So etwas wie die GEZ hat doch kein anderes Land – am besten ganz abschaffen!!
– von Olli Pulaski

Ich bin auch für die GEZ…aber nur zu fairen Konditionen! Z.B. eine Gebühr pro Haushalt. Es kann doch nicht sein, dass eine Großfamilie mehrmals bezahlen muss. Genauso darf es nicht sein dass jemand privat bezahlt und dann als Freiberufler nochmal zahlen muss. Und vielleicht nochmal. Die Gebühreneinzugszentrale ist geldgeil geworden und dies muss gestoppt werden.
Eine Gebühr pro Haushalt und fertig!
– von Daniel

An Olli: So etwas wie die GEZ haben auch andere Länder mit öffentlich-rechtlichem Rundfunk. In UK muss der Empfangswillige zum Gerät eine ‘Lizenz zum Fernsehen’ erwerben, und die BBC finanziert davon nicht nur ein extrem breites Internetangebot, sondern denkt sogar über ein Computerspiele-Entwicklerstudio nach. Schließlich spielt doch fast jeder Brite, also gehört das auch zum Versorgungsauftrag eines solchen Senders. So geht’s also auch…
– von Fritz Effenberger

Derzeit sammelt hier in “UberSee” der öffentliche Rundfunksender Spenden, per Mozart- und Paganini-Konzert. Zweimal pro Jahr wird für je eine Woche lang gesammelt. 50 Prozent der Kosten tragen so die Spenden bei, der Rest wird von Steuergeldern bezahlt. Dafür ist dann der Sender das übrige Jahr werbefrei.
– von UberSee

Anmerkung der Redaktion: “Da der INQUIRER ein Portal mit Namens- und Meinungsbeiträgen ist, herrscht in den Artikeln ein lockerer Ton voller Ironie und Sarkasmus vor. Auch Parodie oder Satire sind an der Tagesordnung. Presserechtlich sollen Leser alle Inquirer-Beiträge daher als Kommentar auffassen – und nicht als Nachricht im klassischen Sinne.”