AMD holt 27 Prozent vom Desktop-Markt

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Das war die Unbekannte, die wir in den Quartalsberichten über Intel / AMD vergeblich suchten. Die Zahl war gut versteckt in einem Artikel von Business Week, über den sich die Firma im übrigen wenig freuen kann.

Den Marktforschern von Mercury Research zufolge hat AMD dem Rivalen Intel deutliche Marktanteile sowohl auf dem Desktop als auch bei Workstations abgenommen. Intel ist nun etwas weniger Chipzilla mit einem Marktanteil von 72,9 Prozent, der vor einem jahr immerhin noch 82,2 Prozent betragen hatte. Daraus ergibt sich ein Anteil von etwa 26,27 Prozent für AMD, das den Rest dieses Marktes zum guten Teil besetzt hat.
Die Analysten loben AMD aber keineswegs dafür. Christopher Danely von J. P. Morgan sieht vielmehr schwarz: “Trotz den durch AMD gewonnenen Marktanteilen wird die Bruttogewinnspanne scharf fallen aufgrund des höheren Preisdrucks und der Herstellungskosten.”
Nach Bekanntgabe der schon im dritten Quartal 2006 gesunkenen Gewinne fielen die AMD-Aktien im frühen Handel der NYSE um 10,3 Prozent auf 21,73 US-Dollar.
AMD-Finanzchef Robert J. Revit hingegen verwies auf die “stärkere Nachfrage nach allen Prozessortypen”. Die Umsätze von AMD wuchsen auf 1,33 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu 1,01 Milliarden im gleichen Zeitraum 2005. Er hob insbesondere das starke Konsumenteninteresse für Produkte wie die mobilen AMD Turion 64 sowie die Opteron-Prozessoren hervor. (Charly Demerjian/bk)

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