Endet Siemens Enterprise Networks wie BenQ-Siemens?

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Werner Neugebauer, Chef der bayerischen IG Metall, warnt vor einem zweiten “Fall BenQ” und fordert Sicherheiten für Beschäftigte von Siemens Enterprise Networks.

Noch eine Siemens-Tochter, die zum Verkauf steht: Für die Siemens Enterprise Networks GmbH befürchtet die bayerische IG Metall eine Entwicklung, die enden könnte wie die ehemalige Handy-Sparte von Siemens. Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, erklärte gegenüber der Zeitschrift Euro am Sonntag, dass hier die gleiche Sache ablaufe wie vor dem Siemens-BenQ-Deal.

Die neue Tochter entstand Anfang Oktober aus einem ehemaligen Teilbereich der Telekommunikationssparte Com und wurde samt 7000 Mitarbeitern in eine eigene GmbH ausgegliedert. Die defizitäre Tochterfirma kann so komplett verkauft werden – Siemens sucht noch einen Käufer. Ob sich einer finden wird, ist fraglich – das Manager-Magazin bezeichnet die GmbH als Ladenhüter. Ein möglicher Käufer und auch Siemens müssen mit heftigem Widerstand der Gewerkschaft und der Mitarbeiter rechnen.

“Rückstellungen für Sozialpläne oder Rücklagen für die Altersvorsorge der Beschäftigten müssen hier beispielsweise einem Treuhänder übergeben werden”, erklärte Neugebauer gegenüber der Zeitung. Auch beim IT-Dienstleister Siemens SBS würde vermutlich die Anzahl der rund 15.000 Beschäftigten in Deutschland massiv heruntergefahren werden. Wie bei er Mobilsparte hatten die Angesellten auch hier schon aud Gehaltsteigerungen verzichtet. (mk)

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