Iran verbietet High-Speed-Internet

Politik

Die Iranische Regierung hat beschlossen, Hoch-Geschwindigkeits-Internet-Verbindungen zu unterbinden. Hierzu wurde von dem Iranischen Präsident Mahmud Ahmadinedschad eigenhändig ein Brief an die Internet-Gesellschaften verfasst, der Internet-Verbindungen mit einer größeren Bandbreite als 128 kBit/s verbietet.

Wie der Spiegel berichtet, dient das Verbot in erster Linie dazu, den “schlechten” westlichen Einfluss zu unterbinden. Dies ist nicht erste Schritt der muslimischen Regierung in Richtung Zensur. Bereits in den vergangenen Monaten wurden überall im Land Satellitenschüsseln zwangsweise abgenommen und die Zensur von Presse und Internet ist im Gottesstaat sowieso kein neues Thema mehr, so der Spiegel weiter.

Laut Spiegel stellt der freie Zugang zu westlicher Musik, TV-Programmen und natürlich auch Pornografie ein nicht hinnehmbares Risiko für den Iranischen Staat dar.

Doch die Bandbreiten-Einschränkung hat auch weitere Gründe, wie zum Beispiel die Verlangsamung von Nachrichtenverbreitung, welche durch die geringe Upload Geschwindigkeit (128 kBit/s entsprechen zwei ISDN Verbindungen) massiv eingeschränkt werden soll.(mr)

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