Symbian: Der PC ist so gut wie tot

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In fünf Jahren werden wir alle ein Smartphone in der Tasche haben und uns fragen, ob wir überhaupt noch einen PC brauchen. Sagte heute ein Ober-Symbian namens John Forsyth auf der Symbian Smartphone Show in London.

Zuvor hatte der alleroberste Symbian Nigel Clifford in seiner Keynote-Ansprache ausgeführt, das heraufziehende Zeitalter des Smartphones bedeute eine “ähnlich tiefgreifende Veränderung, wie es das Internet und der PC in den 1990ern waren”. Der Desktop-PC sei ein aussterbender Gebrauchsgegenstand. Allenfalls Notebooks könnten den Anwender noch “ein wenig mehr” reizen.
Die Smartphones seien einerseits in den Industrieländern beliebt, andererseit gebe es das Phänomen der “Überspringer”-Ökonomie in den sich entwickelnden Ländern, in der teure Verkabelungs-Infrastruktur übergangen würden zugunsten drahtloser Technologie. So wachse der PC-Markt in Indien um 5 Millionen Einheiten jährlich, während Mobiltelefone diesen Zuwachs monatlich erzielten.
Forsyth erklärte gegenüber einem Reporter, die Mobilteile drängen in den Raum ein, für den Notebooks entwickelt wurden, und führte dafür vor allem die unzureichende Akkuleistung an.
Die Eingabe zu schwierig? Auch kein Problem: “Wir sehen bei den Anbietern reichlich viele Tastatur-Experimente. Dieser innovative Trend wird zunehmen, bis die Lösungen da sind.” Zwar sei die Zifferntastatur seit Einführung der mobilen E-Mail als unzureichend anzusehen, doch der Wettbewerb zwischen verschiedenen neuen Eingabe-Techniken wie Handschrifterkennung und faltbaren Tastaturen liefe wie bei Darwin ab.
Die Displays zu klein? Auch nicht schlimm, die Bildschirmfläche relativ zur Gerätegröße nehme doch zu, und die Auflösung erst recht.
Mats Lindoff, oberster Technologe von Symbian-Lizenznehmer Sony-Ericsson, legte noch eins drauf: Bis 2012 gebe es faltbare oder biegsame Displays. Die jetzt herauskommenden Geräte verfügten bereits über einen Arbeitsspeicher wie die Laptop-Dinosauriere vor rund sieben Jahren. Allerdings hätten es die Akkus schwer, mit der größeren Verarbeitungskapazität der Handheld-Geräte mitzuhalten. Deshalb seien verstärkt Anwendungen mit geringerem Energiebedarf zu entwickeln.
Nach guten wie schlechten Erfahrungen mit Palm sowie Windows Mobile bin ich ja von dem Nokia 6630 mit Symbian-OS in meiner Tasche ganz angetan. Aber als Ersatz für Desktop und Notebook – das ist dann doch zu symbian. (bk)

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