Neue US-Prohibition: Online-Glücksspiele verboten

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INQ_Gaming.jpgGame over, better luck next time: Seit diesem Wochenende sind in den USA Online-Glücksspiele im Internet landesweit verboten. US-Präsident George W. Bush unterzeichnete am Freitag ein entsprechendes Gesetz, das Anfang Oktober vom US-Kongress verabschiedet worden war.

Das Gesetz verbietet Kreditkartenfirmen, Banken und Bezahldiensten, Geld an die meist ausserhalb der USA ansässigen Glücksspiel-Betreiber zu überweisen. Damit können Spieler ihre Einsätze und Wetten nun nicht mehr online platzieren.
Betroffen sind rund 23 Millionen US-Bürger, die im vergangenen Jahr rund 6 Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro) verzockt haben. Gegner des Gesetzes hatten vergeblich auf die enorme Popularität des Online-Glücksspiels (speziell Online-Poker) hingewiesen. Auch der Hinweis auf die Alkohol-Prohibition von 1919 und dem Anstieg der organisierten Kriminalität war vergebens.
Online-Glücksspiele und Pornografie gehörten seit Beginn der weltweiten Verbreitung des Internets zu den profitablen Einnahmequellen – jetzt wird wohl ein Gutteil der Umsätze in die Nachbarstaaten und andere englischsprachige Länder abwandern. Die US-Poker Players Alliance will vom Kongress eine Ausnahmegenehmigung erwirken, da Poker kein Glücksspiel, sondern auch strategisches Kartenspiel sei. Wie sich übrigens der Wettanbieter Sportingbet trickreich aus der Affäre gezogen hat, lesen Sie hier. (rm)