Fujitsu Siemens: Deutschlandgeschäft bricht weg

Allgemein

INQ_FujitsuSiemens.jpgÜberall wo Siemens draufsteht, da steckt offenbar Trouble drin: Nicht nur die Schwierigkeiten mit SBS, COM und BenQ machen dem Konzern zu schaffen, nun wackelt auch noch das Joint Venture mit Fujitsu.

Mit Stolz geschwellter Brust bezeichnet sich Fujitsu Siemens Computers (FSC) immer gerne als Europas größter PC-Hersteller. Wie lange noch, stellt sich nun die Frage, denn das wichtige Deutschlandgeschäft (hier wird jeder zweite Euro verdient) bricht gerade weg. Auch in Europa läuft die PC-Nachfrage schleppend. “Ich hätte nicht mit solch einem plötzlichen Rückgang im ersten Halbjahr gerechnet”, äußerte sich FSC-Chef Bernd Bischoff schockiert gegenüber der Financial Times (heutige Ausgabe). Der Einbruch sei in der zweiten Jahreshälfte kaum aufzuholen, der Gewinn der ersten sechs Monate in 2006 bereits zum Teufel. Auch von den ehrgezeigen Zielen bis 2008 verabschiedet man sich offenbar schon: “Der harte Preiswettbewerb auf dem IT-Markt zwingt uns, über alles nachzudenken.”
Um die Kosten zu senken, verhandelt der Computerbauer gerade mit der IG Metall über eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit von 35 auf 40 Stunden sowie Kürzungen bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Bei 6.800 Mitarbeitern kommt da einiges zusammen – 100 Millionen Euro jährlich sollen gespart werden. (rm)