FBI führte MySpace-Teenager ab

Allgemein

Die allgemeine Warnung an Jugendliche, etwas vorsichtiger mit Profil und Äußerungen bei Social Networks zu sein, hat sich jetzt wieder dramatisch bewahrheitet: Eine 14-Jährige wurde mitten in der Bio-Stunde von FBI-Agenten abgeführt.

Die amerikanische Bundespolizei verhörte den Teenager intensiv, ohne dass die Eltern dabei waren oder davon wussten (the land of the not so free). Auslöser für den geballten Einsatz der Staatsmacht war der MySpace-Eintrag des Mädchens: Sie hatte ein Foto von Präsident Bush am Computer verfremdet, ihm virtuell einen Dolch durch die Hand gerammt, auf dem die Worte “Kill Bush” gesprüht waren. Als sie im Schulunterricht lernte, dass ein solcher Aufruf zur Straftat gegen Bundesgesetze verstößt, löschte sie selbst das Bild. Doch zu spät, das FBI hatte bereits die Spur aufgenommen und diese neue Terrorkeimzelle unter verbalen Beschuss genommen. Der Presse verriet das aufgelöste Mädchen später, dass sie im Verhör viel angeschrien wurde, dass man sie zwischendurch in eine Zelle gesperrt hatte und sie niemanden anrufen und mit niemanden sprechen durfte. Das Ergebnis? Jetzt will das Mädchen auf einer neuen MySpace-Seite den Protest von Studenten gegen den Irak-Krieg organisieren. Tja, Druck erzeugt eben immer Gegendruck.
(Nick Farrell/rm)

Linq