BITKOM: Zu wenig IT-Spitzenkräfte

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In schöner Regelmäßigkeit beklagt der deutsche IT-Verband den Mangel an Fachkräften. Am Wochenende war es wieder mal soweit.

Deutschlands Absolventenzahlen in den technisch-naturwissenschaftlichen Studienfächern seien zu niedrig: “Deutschland wird in einigen Jahren die kritische Masse heller Köpfe fehlen, um Basisinnovationen zu entwickeln und daraus marktfähige Produkte und neue Services zu machen”, beklagte Bitkom-Vizepräsident Walter Raizner gestern zum Start des Wintersemesters.

Insbesondere Länder wie China und Indien steigern massiv ihre Ausbildungskapazitäten, während in Deutschland der Trend rückläufig sei. Wir bilden im internationalen Vergleich relativ wenige Akademiker aus (21 Prozent eines Jahrgangs) und liegen damit schon sehr deutlich unter dem Durchschnitt der OECD-Länder (35 Prozent). Noch größer sei die Kluft bei den anwendungsorientierten Ingenieuren.

Während in Deutschland in diesem Jahr etwa 17.000 fertige Informatiker die Hochschulen verlassen werden, sind es in Indien jährlich mehr als 200.000. Bitkom befürchtet, dass im Jahr 2010 die deutschen Hochschulen nur noch rund 14.000 Informatiker hervorbringen werden, trotz wachsender Frauenquote. (rm)

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