US-Armee im Irak: Notebooks als Dolmetscher

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Wir befinden uns nicht im Raumschiff Enterprise, sondern auf dem Boden des Irak. Automatische Übersetzer sollen bei Konflikten mit den Aliens – pardon, mit Bürgern und Soldaten des Irak für bessere Kommunikation sorgen.

Es scheint Mißverständnisse zwischen den amerikanischen Soldaten und der einheimischen Bevölkerung geben. Übersetzer gibt es offenbar nicht genug, oder man kann ihnen aus Sicht der immer mißtrauischen Militärs einfach nicht über den Weg trauen.
IBM verspricht die sichere Lösung mit Mastor (Multilingual Automatic Speech-to-Speech Translator). Diese Software soll englisch-arabische Übersetzungen in beiden Sprachrichtungen ermöglichen, um die Kommunikation zwischen den amerikanischen Armeeangehörigen und den irakischen Soldaten sowie Bürgern zu verbessern. In der ersten Einsatzphase kommt die Software auf 35 besonders belastbare Notebooks vom Typ “ruggedised” , die an das Army Medical Department, das Special Operations Command sowie die Marines ausgegeben werden.
“Diese militärischen Einheiten werden Mastor benutzen, um Gespräche über militärische und medizinische Probleme mit Mitgliedern der irakischen Sicherheitskräfte, in Krankenhäusern sowie bei täglichen Begegnungen mit irakischen Bürgern zu erleichtern”, so IBM.
Selbst der Einsatz der Dolmetscher-Automaten durch Kampfeinheiten in “realen taktischen Situationen” – das dürfte eine vornehme Umschreibung für Kampfeinsätze sein – wird laut IBM angestrebt. Dabei soll Mastor nicht nur mit zuvor eingegebenen Redewendungen arbeiten, sondern die freie Konversation ermöglichen, ohne sich festgelegte Wendungen einprägen zu müssen. Das Ziel sei es, die Bedeutung des Gesagten wiederzugeben, selbst wenn dem Sprecher oder der Spracherkennung kleinere Fehler unterliefen.
Kleinere Fehler sind nicht so wichtig bei einer angesagten Operation im Krankenhaus oder im Kampfeinsatz? Jungs, so wird das auch nichts mit dem Irak. (Andrew Charlesworth/bk)

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