Open Source: Mozilla macht Eudora frei

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Qualcomm entlässt den Klassiker unter den E-Mail-Clients in die verdiente Freiheit des offenen Quellcodes. Künftige Versionen werden auf Mozilla Thunderbird beruhen und dennoch eigenständig bleiben.

Das haben Qualcomm und die Mozilla Foundation vereinbart. Die erste Eudora-Version auf der Grundlage des Mozilla-Mailers Thunderbird wird im ersten Halbjahr 2007 erwartet und ebenso kostenlos wie quelloffen sein. Sie wird “Eudoras einzigartige Funktionsvielfalt erhalten, die die Produktivität wesentlich verbessert”. Dabei werden Thunderbird und Eudora unterschiedliche Produkte bleiben, aber gleichermaßen an zukünftigen Verbesserungen teilhaben.
Die kommerziellen Versionen von Eudora waren für Mac OS X und Microsoft Windows verfügbar. Hersteller Qualcomm ist heute mehr auf drahtlose Technologien ausgerichtet und hat unter anderem den CDMA-Standard entwickelt. Die Firma stellt sechs Entwickler für das Open-Source-Projekt mit dem komplementären Namen Penelope ab. Mit dabei ist auch Steve Dorner, der bereits 1988 an dem Programm zu arbeiten begann – drei Jahre, bevor es von Qualcomm gekauft wurde.
Während Mozilla Thunderbird als E-Mail-Client bis jetzt nicht richtig abgehoben hat, könnte das von seinen Fesseln befreite Eudora vielleicht den fulminanten Erfolg des Mozilla Firebird wiederholen. (bk)

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