Gefahren des Social Networking: Inder laufen gegen Orkut Sturm

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Google-Tochter Orkut soll “volksverhetzende Inhalte” aus seinem Social Network löschen, befand ein indisches Gericht.

Was die Nutzer eines Dienstes wie Orkut schreiben, lässt sich schwer kontrollieren – das findet der Oberste Gerichtshof der indischen Stadt Maharashtra (Westindien) nicht gut und hält die Regierung des Bundesstaates Maharashtra an, von Orkut-Mutterfirma Google die Löschung volksverhetzender Inhalte – genauer gesagt der Nutzergruppe “We hate India” – zu fordern.Diese war bereits im August gegründet worden.

Im Profil dieser Community ist eine brennende indische Nationalflagge zu sehen, berichtet die indische Tageszeitung Times of India. Das Gericht soll die Regierung außerdem aufgefordert haben, eine Kontrollinstanz für die Suche und Entfernung entsprechender Inhalte einzusetzen. Zwar sei so etwas schon im Jahr 2000 in einem Informationstechnologiegesetz vorgeschrieben worden, aber bisher nie umgesetzt, erklären die Journalisten der Zeitung.

Schon im März hatte die Google-Tochter tausende Nutzer-Accounts von Neonazis und anderen Rassisten gelöscht, wird aber offenbar der Verlockung der Networks für gerährliche Gruppen nicht Herr. (mk)

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