BenQ-Siemens-Desaster: Dementi und Gerüchte jagen sich (Update)

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Siemens hat im Zusammenhang mit der Pleite seines ehemaligen Handy-Ablegers Spekulationen über angebliche Garantieverpflichtungen in enormer Millionenhöhe dementiert.

Am Sonntag hatte die Wirtschaftswoche behauptet, Siemens werde mindestens 100 Millionen Euro (!) über die bisher bekannten Verpflichtungen hinaus an die insolvente BenQ-Tochter Inservio für Garantieverpflichtungen zahlen müssen. Bis Mai 2006 seien alle Handys auch unter BenQ- Regie mit zweijährigen Siemens-Garantien ausgeliefert worden. Die daraus entstehenden Verpflichtungen erfülle Inservio, indem die rund 300 Mitarbeiter Fragen von Handynutzern beantworteten und Reklamationen im Rahmen der Garantiezeit bearbeiteten. Die dafür gebildeten Rückstellungen von BenQ Mobile reichen aber angeblich nicht aus. Siemens erklärte dazu, die Handys seien unter der Verantwortung von BenQ verkauft worden, daher sei das taiwanesische Unternehmen auch entsprechend in der Pflicht.
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hatte noch ein anderes süffisantes Detail parat: Siemens habe beim Verkauf der Handy-Sparte vor einem Jahr BenQ-Aktien im Gegenwert von 50 Millionen Euro gekauft. Auf dieser Beteiligung sitze Siemens-Chef Klaus Kleinfeld bis heute. (rm)