Sony: Europas Gamer sind uns schnuppe

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Die Europäer können lange auf die PS3 warten. Die waren schon immer geduldig genug und kaufen am Ende doch mehr von unserem Kram als die USA und Japan zusammen. Sagt Jamie MacDonald, Sonys Statthalter für Europa.

Jamies voller Bandwurmtitel heißt übrigens Sony Computer Entertainment Worldwide Europe Vice President. Und so schätzt er die Lage im SonySprech ein:
“Historisch haben Europas Konsumenten bewiesen, dass dass es ihnen nicht wirklilch etwas ausmacht, weil sie am Ende doch so viele Playstations, wenn nicht mehr, als die USA und Japan kaufen. In Europa scheint der Plattform-Start nach den USA und Japan auf lange Sicht die Empfindungen der Konsumenten nicht zu beeinträchtigen.”
Und er sieht in die Zukunft: “Wenn wir in fünf Jahren hier säßen, dann würden wir glaube ich kaum mehr daran denken, dass die Playstation 3 in Europa vier oder fünf Monate später ankam. Ich denke, die Playstation 3 wird Erfolg haben, weil sie ein großartiges Produkt ist und wegen der großartigen Software, die wir für sie machen.”
Diese großartigen Sätze gab Europas Sony-Boss in einem Interview mit GamesIndustry.biz von sich. Seltsam nur, dass er selbst da ganz anders empfindet als er es von seinen Käufern vermutet. Auf die Frage, ob ihn die Nachricht von der verspäteten Auslieferung enttäuscht hätte, bekannte er:
“Ich war fertig. Absolut fertig. Wie jede Menge Leute hatte ich mich schon auf eine Playstation 3 unter dem Weihnachtsbaum gefreut. Aber das ist nun mal ein Privileg, das die Leute in den Vereinigten Staaten und Japan haben werden.”
Vor lauter Schreck scheint er auch noch seine finanzmathematischen Fähigkeiten verloren zu haben. Ob es ihn denn beunruhige, dass man für den Preis einer PS3 Nintendos Wii und Microsofts Xbox zusammen kaufen kann? “Um ehrlich zu sein, davon habe ich noch nichts gehört …”, lautete sein Statement.
Wie wär’s ganz altmodisch mit ein bißchen Kopfrechnen? (Dean Pullen/bk)

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