AMD setzt QuadFather gegen Kentsfield

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AMD will Intels Core 2 QC6700, auch Kentsfield genannt, nicht allein die Bühne überlassen. Dem entsprechen in Preis und Taktraten die beiden FX-70-Prozessoren, die AMD in die QuadFather-Plattform packt und als 4×4 vermarktet.

Die Plattform besteht aus Opteron-Workstation-Hauptplatinen, die über 1207-Sockets verfügen und mit zwei PCIe-x16-Steckplätzen für Grafikkarten ausgestattet sind. Die CPUs dazu kommen in Retail-Boxen.
Wie dem INQ zugetragen wurde, werden nur wenige Motherboard-Anbieter die Plattform unterstützen. Die 4×4-Motherboards werden also nur von Oberklasse-Herstellern wie Tyan, SuperMicro und Iwill kommen. Die erste 4 steht für zwei Sockel, was vier Cores ergibt. Die zweite 4 meint zwei Grafikslots für vier GPUs, was zumindest mit den GX2-Karten von Nvidia möglich wäre. So geht das mit dem MarketingSprech.
Die Verkaufsboxen sind etwas größer als bisher und gewähren direkten Einblick auf zwei Prozessoren. Sie bringen jeweils 256 KB von L1-Cache und 2 MB von L2 mit, was sich aus 64 + 64 KB L1 und 1 MB L2 je Kern ergibt. Es gibt sie mit drei verschiedenen Geschwindigkeiten:
Die FX-70 sind mit 2,6 GHz getaktet und kosten 999 US-Dollar in der Dual-Prozessor-Box.
Die FX-72 machen 2,6 GHz zum Preis von 1132 Dollar. Sie könnten eine interessante Wahl sein, da sie die Taktrate von Kentsfield übertreffen.
Die FX-74 bringen 3,0 GHz und treffen damit endlich die 3-GHz-Barriere für Desktop- und Dualcore-Prozessoren. Der Preis von 1500 Dollar ist aber ziemlich abschreckend, da die Ankunft des echten Quadcores K8L, auch Barcelona genannt, ebenfalls schon bald zu erwarten ist.
4×4 sieht daher nach einer Übergangslösung aus. Die Marketingleute haben mal wieder das letzte Wort gehabt. (Theo Valich/bk)

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