Video on Demand: Maxdome Seven Senses/1&1
Video-Dienst für Serien-Fans

WorkspaceZubehör

Die Video on Demand-Lösung Maxdome überzeugt mit TV-Qualität und einem guten Serienangebot. Sie bietet sowohl Pay per View als auch Abos.

Testbericht

Video on Demand: Maxdome Seven Senses/1&1

Video on Demand Maxdome, das gemeinsame Video-on-Demand-Portal der ProSieben-Sat1-Gruppe und 1&1, ist seit kurzem auch über die 99 Euro teure Set-Top-Box Thompson IP1101 erreichbar. Auf der Rückseite des silber-grauen Kunststoffgehäuses sitzen zwei S-Video- und zwei Composite-Buchsen, analoge und digitale Audioausgänge sowie zwei USB-Ports. Die Anbindung ans Internet erfolgt per Ethernet oder WLAN. Eine Festplatte besitzt die Box nicht, sie empfängt die Videos als Windows-Media-Stream. Über den PC können die Filme nur per Internet Explorer abgerufen werden, ein Download ist nicht vorgesehen.

Abgesehen von einigen kleinen Rucklern ist die Bildqualität über DSL 2000 ganz ansehnlich: Die meisten Spielfilme kommen mit einer Auflösung von 648 x 388 Pixeln übers Netz, einige Filme und Serien im 4:3-Format mit 624 x 468 Pixeln. Die mittlere Datenrate von 1,5 MBit/s lässt noch genug Platz für gleichzeitiges Surfen und sorgt auf einem mittelgroßen PAL-Fernseher für ein gutes Bild. Nur ab und zu tauchen im Test bei fließenden Farbübergängen deutliche Farbtreppen (Solarisationseffekte) auf, bei schnellen Bewegungen auch mal stärker sichtbare Blockartefakte. Bei höheren DSL-Geschwindigkeiten steigt die Bildqualität etwas an: Der Stream belegt dann 2,1 MBit/s (688 x 384 oder 688 x 512 Pixel) und enthält zusätzlich eine Tonspur in Dolby Digital 5.1 – echtes 16:9 kann die Box nicht ausgeben.

Bild: Die lüfterlose Set-Top-Box von Thomson gibt Videostreams in PAL-Auflösung aus


Video on Demand mit Pay per View und Abos

Video on Demand: Maxdome Seven Senses/1&1

Das zum Start noch etwas eingeschränkte Angebot aus mehreren hundert Spielfilmen und Serien schöpft aus dem Fundus von KirchMedia, ProSieben-Sat1-Eigenproduktionen und diversen Hollywood-Studios. Die 24-Stunden-Lizenz zum Abruf einzelner Folgen von »Verliebt in Berlin« oder »Stromberg« kostet 1 Euro, Spielfilme 2 bis 4 Euro. Daneben gibt es auch Abos für Comedy (5 Euro im Monat), TV-Serien und Filme (jeweils 10 Euro im Monat), Erotik (13 Euro im Monat) sowie ein Komplettpaket (20 Euro im Monat). Viele auch ältere Filme sind darin jedoch nicht enthalten, sie werden einzeln abgerechnet. Originalfassungen ausländischer Filme sind derzeit noch nicht im Programm. Ab Mitte September sollen zunächst die neuen Folgen von »Lost« und »Desperate Housewives« – jeweils eine Woche vor der TV-Premiere – auch mit Originalton abrufbar sein.

Maxdome kann vom Start an mit TV-Qualität und einem guten Serienangebot überzeugen. Nicht empfehlenswert ist es jedoch für DSL-1000-Nutzer: Die Sendungen kommen dann mit 864 oder gar 700 KBit/s stark komprimiert ins Wohnzimmer (448 x 252 oder 448 x 336 Pixel).


Testergebnis

Video on Demand: Maxdome Seven Senses/1&1

Anbieter: SevenSenses/1&1
Produktname: Maxdome
Internet: Maxdome Homepage
Preis:
Serien ab 1 Euro, Spielfilme ca. 2 bis 4 Euro pro Tag, Abopakete ab 5 Euro pro Monat

Note gut
Leistung (50%): gut
Filmangebot (30%): befriedigend
Bedienung (20%): sehr gut

Das ist neu
– Video on Demand mit Pay per View und Abos
– Set-Top-Box mit Anschluss an den TV

Systemvoraussetzungen
– Zugangshardware: Maxdome Set-Top-Box oder PC mit Windows XP, IE 6 und Windows Media Player
– Internetverbindung: DSL 2000 oder schneller

Fazit
Qualitativ gut, preislich nicht allzu teuer und komfortabel zu bedienen: Maxdome ist vor allem für Liebhaber von TV-Serien interessant.