G80-Chip leitet Turbocache-Ära ein

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Nvidia setzt mit GPGPU ganz auf Quadros und Rendering. Theo Valich vom Inquirer hat sich die neuen Turbos aus nächster Nähe angesehen.

Da bekamen ein paar wichtige Leute in der Branche einen seltsamen Gesichtsausdruck, als die ersten Bilder von G80 oder GeForce 8800GT/GTX merkwürdige12 Speicherchips statt der üblichen, computerfreundlichen Anzahl von 8 oder 12 zeigten. Nvidias neuester Chip ist aber alles andere als misslungenes Patchwork, denn die Firma hat größere Pläne damit.
Der RSX-Chip weist bei genauerer Betrachtung ein 128-bittiges physikalisches Speicher-Interface mit 128-Bit-Turbocache-Adressierung des XDR-Systemspeichers auf. Nvidia setzt damit zum ersten Mal Turbocache-Techniken auf einem solchen Highend-Teil ein. Graphzilla entschied sich für ein 512-Bit-Speicherinterface einschließlich einem 384er für die Physik. Wir dürfen also Marketing-Sprech über 768 MB Systemspeicher und einige Gigabytes an zusätzlichem Systemspeicher erwarten. Abzuwarten ist, ob der Turbocache nur für die Quadros eingeschaltet wird oder ob GeForce 8800 die gleiche Behandlung bekommt.
Nvidia geht es mit den G80-Chips jedoch vor allem um die Quadro-Serie. Also nicht um Beschleunigung für Folding@Home, denn die Firma möchte Geld verdienen, indem sie richtige Biester für Special-FX-Rendering mit 4K-Auslösung verkauft. Zu erwarten sind Quadros mit Turbocache und 768 MB Videospeicher – 1,5 GB sind ebenfalls geplant, wie wir in Frisco Bay in Erfahrung bringen konnten – und gleichzeitiger Adressierung des ganzen verfügbaren Systemspeichers.
Die Firma beherscht bereits den Markt für HD-Broadcasting, und mit diesem Chip bringt sie wahrscheinlich den Defacto-Standard für die Arena der Special Effects. Nvidias Gelato ist so ziemlich das, was Stream Computing für ATI ist, nur ist es mit Rendering ganz auf Filmproduktion ausgerichtet. (Theo Valich/bk)

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