USA wollen Online-Glücksspiel-Branche zur Strecke bringen

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Neue US-Rechtsvorschriften könnten die Wett- und Glücksspielseiten des Web in die Bedeutungslosigkeiten katapultieren. Die Aktienkurse der Portalbetreiber machen das schon vor.

Ein Gesetzentwurf (The Safe Port Act), der am 30. September bereits vom U.S.-Kongress durchgewinkt wurde, wird höchstwahrscheinlich vom gottgesandten selbsternannten Moralwächter George W. Bush in den nächsten Wochen unterzeichnet. Darin wird den ohnehin nicht mehr legalen Glücksspielanbietern und ihren US-Kunden verboten, für Online-Wetten per Kreditkarte, Scheck oder elektronischer Überweisung zu zahlen. Mit diesem Schachzug soll unterbunden werden, dass Amerikaner bei Auslands-Wettanbietern ihr Hobby weiter betreiben.
Diese Vorgänge haben Portale wie den britischen Marktführer PartyGaming (Aktien: minus 61 Prozent), Rivalen 888 Holdings (minus 45 Prozent), Sportingbet PLC (minus 70 Prozent) oder erst Recht World Gaming PLC (minus 80 Prozent) bereits hart getroffen. Falls Bush das Ergänzungsgesetz in Kraft setze, wolle PartyGaming sich endgültig aus dem US-Geschäft zurückziehen. (rm)

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