Motorola klärt Morde auf für Miami Vice

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Die Polizei von Miami meldet Erfolge mit einer biometrischen Identifikationslösung von Motorola. Sie will sieben lange ungelöste Mordfälle mit den neuen Tricks gelöst haben.

Die polizeilichen Forensiker von Miami haben ihr automatisches System zum Abgleich von Fingerabdrücken durch die aktuelle “Motorola Printrak Biometric Identification Solution” erneuert. Und nachdem sie bei den statistisch übermäßigen Mordfällen in der Gegend schon lange nicht mehr richtig nachkamen, konnten sie damit den Stau an ungelösten Mordfällen ein wenig auflösen.
Das neue System bietet eine größere Speicherfähigkeit sowie erweiterte Beschreibungsdaten für jede Datei, was die Genauigkeit verbessert. Seine Mitarbeiter verzeichneten eine um 30 Prozent verbesserte Trefferquote durch die reverse Suche mit dem System, berichtet Glen Calhoun, Chef der Identifikationsabteilfung des Miami-Dade Police Department. Mit einer reversen Suche werden bei einem “Automated Fingerprint Identification System” (AFIS) die Fingerabdrücke von Verhafteten mit einer Datenbank der an den Tatorten ungeklärter Verbrechen gefundenen Abdrücke abgeglichen, um zu klären, ob der frisch Eingebuchtete für andere ungeklärte Taten verantwortlich sein könnte.
“Nachdem wir die Verbesserungen bei der reversen Suche bemerkten, haben wir 25 alte Fälle neu eingegeben und konnten mit dem neuen System sieben Mordfälle aufklären”, berichtet Calhoun begeistert.
Das Motorola Printrak-System von Miami-Dade kann sowohl Fingerabdrücke als auch Handflächenabdrücke speichern und ist mit landesweiten Polizeidatenbanken in Florida verbunden.
Jetzt fühlen sich die Cops von Miami erst recht wie im Film. “Check out the real CSI Miami!” protzen sie auf ihrer Website und lassen in einer Fotogalerie ihrer forensischen Arbeit blättern. Die scheint beliebt zu sein, da oft mehrere Klicks erforderlich sind, bis man etwas zu sehen bekommt. (bk)

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