FSF Europe macht Front gegen DRM

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Die FSF kämpft in den USA schon lange und vehement für die Rechte der Anwender und ihre Privatsphäre. Jetzt gibt der euopäische Ableger den Vertretern des “Digital Restrictions Management” Zunder, in dem sie mehr Schikane als Rechteverwaltung sehen.

Heute hat die Free Software Foundation Europe in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen eine Kampagne der Gegeninformation zum “Digital Rights Management” (DRM) gestartet. “Man kann den eigenen Geräten nicht mehr vertrauen”, erklärt FSFE-Sprecher Joachim Jakobs. “Die Geräte vertrauen dem Besitzer ebenso wenig, so dass sie den Inhaber gar nicht merken lassen, dass er unter Beobachtung durch DRM steht. Im schlimmsten Fall verliert der Computerbesitzer sogar die Kontrolle über sein Gerät.” Als Beispiel führt er den Rootkit-Kopierschutz XCP von Sony an, der sich ungefragt von einer Audio-CD installierte, nach Hause zu Sony telefonierte und selbst nach der Deinstallation Schäden am Windows-System hinterließ.
Weitere Infos gibt die teilweise deutschsprachige Website drm.info. “DRM-Technologien basieren auf dem Prinzip, dass ein Dritter mehr Einfluss auf die eigenen Geräte hat, als man selbst”, sagt dort FSFE-Präsident Georg Greve. “”Deren Interesse wiegt im Konfliktfall mehr als die eigenen. Das gilt selbst dann, wenn die eigenen Interessen legal und legitimiert sind, beispielsweise bei den eigenen Daten.”
Wie sagte doch vor einem Jahr Digitale-Rechte-Oberwächter Peter Lee von Disney zum britischen Wirtschaftsblatt Economist: “Wenn die Konsumenten wissen, dass hier ein DRM-System umgesetzt ist, was es macht und wie es funktioniert, dann haben wir versagt.” (bk)

pte