Japan: Handys überführen trunkene Fahrer

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Ein Atemtester am Mobiltelefon wird gerade in Japan Mode. Transportunternehmen überprüfen damit ihre Fahrer.

Das System wurde vom marktführenden Provider NTT DoCoMo entwickelt und vor drei Monaten eingeführt. Schon 15 größere Unternehmer haben ihre Fahrer damit ausgerüstet. Dutzende von Bus-, Kurier- und Transport-Firmen sollen die Einführung der Anti-Alkohol-Maßnahme planen.

Und wie funktioniert es? Per Kontrollanruf: Der Fahrer muss sich bei der Zentrale melden (ein Video-Gespräch) und dann persönlich kameraüberwacht in das angeklemmte digitale Röhrchen pusten. Die Daten werden automatisch zur Firma übertragen, die darauf die Weiterfahrt freigeben oder ihren angetrunkenen Chauffeuer aus dem Verkehr ziehen kann.

Über diese freiwillige Selbstkontrolle dürfte sich die Polizei freuen.
Einer flotten Verbreitung des mit beliebigen Videohandys kombinierbaren Systems steht noch der hohe Preis von über 1.800 Euro entgegen. Aber mit wachsender Stückzahl dürfte auch der Preis deutlich nachgeben. (rm)

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