IDF: Intel Geneseo macht keinen Sinn (Kommentar)

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Auf dem Intel Developer Forum in San Francisco hat Inquirer-Kollege Charlie Demerjian die Geneseo-Präsentation über sich ergehen und wirken lassen – mit negativem Ergebnis.

“Je mehr ich über Geneseo nachdenke, desto weniger Sinn macht er. Zumindest nicht in den nächsten zwei Jahren, und mehr Zeit bleibt ihm vielleicht nicht”, warnt Charlie. Mit wem er auch auf dem IDF sprach, die Aussagen und die unterschwelligen Schwingungen dabei lösten bei ihm kein gutes Gefühl aus.
Dabei geht es nicht so sehr um die Technologie, um das Design des Chips, sondern mehr um den Zielmarkt und das Timing. Unterstellt, dass Intels Geneseo exakt so funktionieren wird wie versprochen (also besser als Torrenza), komme er doch zu spät. “Ich habe eine Spontanumfrage in den IDF-Hallen durchgeführt. Nicht ein Techniker äußerte die Absicht, den Prozessor auf seinem Board integrieren zu wollen”, so Demerjian erstaunt. Niemand hielt die Intel-Lösung für stabil, sondern eher für “zu spät dran”.
Bis das Design in Massen produziert, die Software dafür geschrieben und der Markt bereitet ist, dürfe es schon Herbst 2007 sein. Bis die Board für Genesea bereit, bestückt und für die PC-Bauer bereit lägen, wäre das nächste Jahr praktisch vorbei. Doch zwölf Monate später soll CSI/Nehalem für die X86-Plattform materialisieren – eine viel bessere Plattform für mächtige Co-Prozessoren, aber wahrscheinlich unverträglich mit dem Genesea. Ergo bliebe den System-Produzenten lediglich ein Fenster von einem knappen Jahr, um mit dieser Infrastruktur Geld zu machen. Macht das Sinn? Würden Sie sich auf so ein finanzielles Abenteuer einlassen?

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