Borg: Wie Zune den iPod killen soll

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Der Player von Microsoft ist noch gar nicht da, schon erklären die Borg-Propagandisten, dass jeder Widerstand zwecklos ist. Der frühere Zeilenschinder eines Windows-Magazins hat fünf Gründe gefunden, warum sich Apple jetzt richtig fürchten muss.

Wird der Zune zu Microsofts Killer-Hardware oder das nächste Opfer von Apple? Zur Schlacht um den Konsumenten gehört auch die Propaganda, denn wer will schon ein Loser sein und ein Gerät kaufen, das ganz schnell wieder vom Markt gefegt wird? Und schließlich haben alle von Microsoft bislang inspirierenten iPod-Konkurrenten bislang kläglich versagt. Das haben die Borg schon lange erkannt und eröffnen deshalb das “Wir putzen den iPod weg”-Sperrfeuer. So klaubte sich Mike Elgan, früherer Redakteur des “Windows Magazine”, jetzt ganz schnell fünf Gründe zusammen, warum der iPod auf der Höllenfahrt in den Abgrund ist.
Erstmal unterstellt er ganz einfach, dass Apple bereits zu Tode erschreckt ist. Und dann schiebt er die Gründe nach, warum das so sein sollen muss. Wir fassen den BorgSprech mal ganz kurz zusammen:
1. Microsoft entfacht den großen Mediensturm. Der Zune hebelt alles weg mit der geballten Macht von Windows XP, Windows Vista, dem YouTube-Killer Soapbox und der Xbox 360.
2. Der Zune ist sozial und ansteckend. Der Erfolg von sozialen Netzwerken wie MySpace und viralen Web-2.0-Seiten haben die Erwartungen junger Menschen über das Sharing und die Nutzung von Medien verändert. Der Zune bringt drahtloses File-Sharing im Klassenzimmer, das ist ungemein sozial und virenmäßig ansteckend.
3. Der Zune bringt mehr Stoff. Apple hat die großen Filmanbieter außer Disney noch nicht im Boot. Microsoft hat sie schon in der Tasche.
4. Das Zune-Display eignet sich besser für Spielfilme. Er ist so viel größer und lässt sich auch im Querformat für das absolute Breitwand-Feeling wie im Kino nutzen.
5. Der Zune ist tatsächlich ziemlich cool. Jedenfalls im Vergleich zu allem, was Microsoft bisher so gebracht hat. Er lässt sich sogar personalisieren mit Themes, Skins und eigenen Farben.
So sprechen also die Agitprops der Borg. Wetten, dass bald jede Menge Texte mit genau diesen Argumenten zu lesen sind? (bk)

Computerworld