Vista kommt
Muss man Windows Vista haben?

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Die nächste Windows-Version steht in den Startlöchern aber die Zweifel an ihrem Nutzen nehmen zu.

Jetzt Gedanken machen

Vista kommt

Da der Release Candidate 1 von Windows Vista jetzt der Allgemeinheit zugänglich gemacht wurde, ist es für die IT-Abteilungen höchste Zeit, sich über ihre Pläne bezüglich Microsofts zukünftigem Desktop-Client Gedanken zu machen.
An erster Stelle ihres Fragenkatalogs sollte stehen: Brauchen wir es?

In der EDV-Welt grenzt eine solche Frage fast an Ketzerei. IT-Manager, die diesen Artikel lesen, werden zweifellos fragen, welche Möglichkeiten ihnen denn sonst bleiben. Mac OS X läuft nur auf Apple-Systemen also kommt ein Wechsel zu dieser Plattform nicht infrage, es sei denn man will diesen überteuerten Blickfang käuflich erwerben und auf einen einzigen Hardware-Anbieter festgelegt werden.


Der Lauf der (IT)-Zeit ist schnell

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Linux läuft wunderbar auf PCs aber viele Firmen mit einer Windows-Infrastruktur werden sich fragen, wie gut es sich in das Gesamtsystem einfügen wird. Außerdem entwickeln sich die meisten Linux-Distributionen für den Geschmack der Unternehmen zu schnell ? was heute auf den Markt kommt, kann nächstes Jahr um diese Zeit leicht veraltet sein und nicht mehr unterstützt werden. Dann gibt es da noch Microsoft Office, die definitive ?Killer-Anwendung? für die absolut überwiegende Mehrheit der Firmen und die wird es nicht in einer Linux-Version geben bevor Schweinen Flügel wachsen.

Windows Vista hat allerdings ebenfalls ein paar nicht zu unterschätzende Nachteile. Die Hardwareanforderungen sind wesentlich anspruchsvoller als die für Windows XP, was heißt, dass die Unternehmen wahrscheinlich in neue PCs investieren müssen, wenn sie alles was möglich ist aus Vista herausholen wollen. Die meisten in Gebrauch befindlichen Firmen-Desktops werden kaum für den Betrieb von Vista ausgelegt sein, wenn man meinen Erfahrungen mit der Betaversion irgendeine Bedeutung zumessen kann.


Warum unsteigen?

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Ist Vista diese ganzen Investitionen wert? Für mich ist es schwierig, auch nur irgendeinen Bereich exakt zu spezifizieren, in dem Windows Vista einen wesentlichen Fortschritt gegenüber Windwos XP darstellt. Bessere Sicherheit? Vielleicht – aber die meisten IT-Manager scheinen der Meinung zu sein, dass das Service Pack 2 Update von Windows XP die meisten Sicherheitsmängel in dem vorliegenden Produkt anspricht.

Bessere Nutzererfahrung? Kaum, wenn man nicht bereit ist, jeden Nutzer mit einer High-End Graphikkarte auszustatten, die 3D-Grafikbeschleunigung ermöglicht. Tatsache ist, dass viele Features, die Windows Vista für den Firmenkunden attraktiver gemacht hätten ? wie das datenbankähnliche WinFS-Dateisystem ? alle weggelassen worden sind.

Vielleicht ist es unfair, die Vorabversionen von Vista, die ich gesehen habe, mit Windows XP zu vergleichen, welches jetzt ein ausgereiftes Produkt ist und bei dem die meisten Falten geglättet sind.


Gibt es eine Wahl?

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Auch sollte nicht vergessen werden, dass viele Leute ähnliche Kritik zu Windows XP geäußert hatten, als es auf den Markt kam.
Ob man es einem nun passt oder nicht, Windows Vista wird Ende diesen Jahres auf dem Markt und Anfang nächsten Jahres vorinstalliert auf PCs verfügbar sein. Von da an wird es Windows XP nur noch zwei Jahre geben, bis es eingestellt wird.

Dieser Zeitplan bedeutet, dass die Firmen nicht Däumchen drehend dasitzen und die schwierige Entscheidung vor sich her schieben können, ob man den Prozess des Aufrüstens auf Windows Vista in Angriff nehmen sollte. Die zweite Frage ist problematischer: Haben sie eine Wahl?