US-Botschafter als Microsoft-Lobbyist enttarnt

Allgemein

INQ_EUvsMSupdate.jpgDa die USA gegenüber der EU-Kommission Druck ausgeübt hatte, um Microsoft zu schonen (wir berichteten), war es klar, dass die Sache uns noch etwas begleiten wird.

Die EU-Verwaltung fragt sich nun, warum die US-Botschaft (und speziell der Botschafter) so ein Interesse daran hat, dass Microsoft in der EU gnädig beurteilt werde. Ein Blick in die Vergangenheit macht es klar: Bevor C. Boyden Gray (Bild) von George Bush zum US-Emissär für die EU ernannt wurde, war der Mann Anwalt. Okay, das ist schon schlimm genug, aber er war Anwalt im Auftrage von Microsoft (siehe Wikipedia). Sein Job war es, die Borgs von den Kartell-Vorwürfen der US-Regierung reinzuwaschen. Klingelts? Nein, es scheppert sogar, denn als Diplomat wurde er Mitglied der konservativen Lobby-Gruppe “Citizens for a Sound Economy”, kurz CSE. Zufällig erhält diese eindeutige Gruppierung eine Menge Bargeld von Microsoft, die an einer starken Ökonomie ohne einengende Regeln sehr interessiert sind. Wie unauffällig. (Nick Farrell/rm)

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