Schlittert BenQ Mobile in die Insolvenz?

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Die taiwanesische Muttergesellschaft BenQ Corporation teilte trocken mit, dass kein Kapital mehr in die deutsche Gesellschaft “BenQ Mobile GmbH & Co OHG” gesteckt werde. Das klingt nach einem baldigen Ende.

Der Vorstand in Taipeh geht laut einer Forbes-Meldung selber davon aus, dass die deutsche Tochter wohl die Insolvenz wird anmelden müssen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die ehemalige Handy-Sparte des Siemens-Konzerns stirbt. Die BenQ Mobile GmbHbestätigte heute, kein Geld mehr aus Taiwan zu erhalten und daher beim Amtsgericht München Insolvenz beantragen zu wollen. Betroffen sind etwa 3.000 Mitarbeiter in München, in Kamp-Lintfort und in Bocholt.
Damit sind alle Beteuerungen, bis zum angestrebten Turnaround Mitte 2007 durchhalten zu wollen, vom Tisch. “Trotz erreichter Fortschritte beim Einsparen von Kosten und Aufwendungen, hat sich der Verlust ausgeweitet und diese sehr schmerzliche Entscheidung unvermeidbar gemacht”, äußerte sich BenQ-Präsident K.Y. Lee in Taipeh. Man sehe eine “sehr geringe Chance”, dass sich das Geschäft noch erholen werde.
Zur Beschäftigungssicherung hatten Beschäftigte angeblich schon auf etwa 28 Prozent ihres Einkommens verzichtet. “Damit ist zum wiederholten Mal traurig bewiesen, dass die Probleme in Teilen von Siemens nicht an den angeblich zu hohen Gehältern der Beschäftigten, sondern an der Unfähigkeit des Managements liegen”, beklagte der bayerische IG-Metall-Chef Werner Neugebauer. (rm)