Internet Explorer für Linux

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Da haben Linux-Puristen also noch einen Grund weniger, überhaupt mal Windows zu booten. Ein brasilianischer Web-Designer war es satt, immer wieder Windows starten zu müssen, um die Optik seiner Webseiten in IE zu überprüfen. Also schrieb er ein Installationsscript für Wine, mit dem jeder einen Internet Explorer unter Linux installieren kann.

Vermutlich müsste es erstmal eine Eiszeit in der Hölle geben, bis jemand bei Microsoft auf die Idee käme, einen Internet Explorer für das teuflische Open-Source-OS auf den Weg zu bringen. Brauchen sie jetzt auch nicht mehr, denn der 21jährige Web-Designer Sérgio Lopes hat es auch für Nicht-Techies einfach gemacht, eine Windows-Version des Browsers unter Linux zu installieren und laufen zu lassen. Kleiner Nebeneffekt: Unter der Linux-Umgebung dürften auch die bekannten Sicherheitsprobleme dieses Browsers weitgehend entschärft sein.
Der Umgang mit Wine – nicht etwa ein Windows-Emulator, sondern es bietet direkte APIs für Windows-Programme – kann an sich ziemlich mühsam sein. Das kostenlos verfügbare Script IEs4Linux jedoch lädt “automagisch” die erforderlichen IE-Downloads auf jeden Linux-Desktop, der über die Core-Bibliotheken von Wine verfügt. Das unter GPL-Lizenz veröffentlichte Installationsprogramm verlässt sich dabei auf Wine sowie auf das Utility Cabextract, das Microsofts Windows-Archive entpackt.
Unser argentinischer Inquirer-Kollege Fernando Cassia hat die Linux-IE-Installation erprobt und ist begeistert von der benutzerfreundlichen Software. Sie ermöglicht sogar die Installation verschiedener IE-Versionen zugleich, was unter Windows nicht ohne weiteres möglich ist. IEs4Linux sorgt zudem für den automatischen Download der ActiveX-Version des Flash Player 9 und installiert ihn mit.

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