IDF: Intel-Boss Otellini zeigt die Quad-Cores

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Der investigative Inquirer-Reporter Charlie Demerjian war im Bunny-Kostüm anwesend bei der Grundsatzrede vom obersten Intel Paul Otellini zum “Intel Developer Forum Fall 2006” (IDF). Besonders beeindruckt haben ihn die neuen schnellen Vierzylinder, wir wir seinem atmosphärischen Bericht entnehmen können.

Die Show begann mit einer Parodie auf Apples “I’m a Mac”-Werbung, in der klar wurde, dass jetzt alle Intel-Prozessoren drin haben und gute Freunde sein können.
Dann ging es gleich weiter zu den Quad-Cores. Der erste wird ein Core 2 Extreme, im ersten Quartal 2007 gefolgt durch einen Vierer mit der neuen Bezeichnung Core 2 Quad. Ob es nicht vielleicht doch möglich wäre, den Prozessoren weniger verwirrende Namen zu geben?
Für Insider belustigend war es, als Paul Otellini Benchmarks von Tom’s Hardware vorzeigte. Denn Intel hatte zuvor alles versucht, um die Veröffentlichung dieser Tests zu verhindern, die Tom’s jedoch trotz aller Drohungen dennoch veröffentlichten. Was haben die wohl gegen Otelini in der Hand?
Dann brachte Intel Remedy auf die Bühne, die Macher von Max Payne, um ein Demo ihres neuen Spiels Alan Wake vorzuführen. Dieser “psychologische Action-Thriller” soll tatsächlich alle vier Prozessor-Kerne nutzen. Auf Bildschirmen mit annähernd acht Meter Diagonale sah das auch wirklich gut aus.
Es folgte das große Protzen mit Zahlen, mit denen Otellini die Konkurrenz in Produktionszahlen und Leistungszunahme statistisch klar in den Schatten stellte. Dann kamen Geschäftsleute von Rackable Systems, die eigentlich mehr mit AMD verbunden sind, aber ebenfalls Gutes über die Quad-Cores von Intel zu sagen hatten. Zu ViiV gab es die Neuigkeit, dass das Programm auf DirecTV-Settop-Boxen und kommende Zusatzkarten für vorhandene PCs erweitert werden soll. Unserem Korrespondenten kamen dabei unangenehme Gedanken hinsichtlich DRM – er meint, Intel verkauft uns alle mit dieser bösartigen digitalen Rechteverwaltung, nur um in das Spiel mit dem Satellitenempfang zu kommen.
Eine echte Neuigkeit war der ausgelobte Gewinn von einer Million Dollar für denjenigen, der den absolut elegantesten, gefälligsten und schönsten PC baut. Gar keine so schlechte Idee, die Optik könnte sich auch mal ein wenig ändern.
Zur Demonstration der mobilen Perspektiven rollte ein mit WiMax ausgerüsteter VW Golf heran – verbunden mit dem Ultra Mobile PC, den Intel ebenfalls heftig bewarb. Dieses Zusammenspiel ermöglicht es, Filme und Musik aus dem Netz zu streamen und im eigenen Fahrzeug zu genießen.
Und das ist Charlies Resumé der Intel-Show: “Alles in allem brachte die Keynote-Ansprache eine Menge Glitz, aber eher keine gewaltigen Neuigkeiten, eher Updates von Sachen, über die Intel schon bei früheren IDFs gesprochen hat. Da war nichts, was mich wirklich umgehauen hätte, nur beständige Weiterentwicklung zu den bereits gesetzten Zielen. Und um ehrlich zu sein, das ist wichtiger für Kunden wie dich und mich.” (Charlie Demerjian/bk)

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