Banking-Trojaner: Tendenz stark steigend

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Die Sicherheitsbranche warnt: 2006 gibt es 25 Prozent mehr Angriffe auf Kunden, die Online-Banking betreiben.

Von Januar bis einschließlich August wurden bereits 3.086 neue Trojaner registriert, warnt eine Studie der Panda-Foschungslabors. Das sei ein Plus von über 25 Prozent im Vergleich zu 2005. Pro Monat müsse der Online-Surfer mit rund 200 neuen Exemplaren rechnen.

Gerade bei den Banking-Trojanern würden die potentiellen Online-Räuber immer wieder neue Verbreitungsmethoden und Funktionalitäten erfinden. So tauchte mit dem Banbra.DCY ein Trojaner auf, der Zugangscodes sogar von virtuellen Tastaturen, die nur auf dem Bildschirm sichtbar waren, kopieren und in einer Video-Datei speichern konnte.

In einem anderen Fall, beim Trojaner Briz, betrug die erbeutete Datenmenge 2.033 Dateien oder 70,6 MByte. Das waren laut Panda ungefähr 62.000 gedruckte Seiten voller gestohlener Passwörter und Bankdaten.

“Der tatsächliche Schaden, der durch derartige Trojaner-Angriffe entsteht, ist schwer abschätzbar, da Banken diese Information ungern preisgeben”, erklärt Unternehmenssprecherin Margarita Mitroussi. Sie vermutet hinter der stürmischen Entwicklung immer häufiger perfekt organisierte Verbrechergruppen. (rm)

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