HP-Skandal: Die Köpfe rollen weiter

Allgemein

Gerade hieß es noch, Patricia Dunn, Aufsichtsratsvorsitzende von Hewlett-Packard, sollte ihrem Konzern bis Januar erhalten bleiben. Jetzt macht sie ihren Abgang gleich, wie Firmenchef Mark V. Hurd mitteilte – den andere auch schon auf dem Weg nach draußen sehen.

Das verkündete der Konzernchef Hurd auf einer Pressekonferenz nach Börsenschluss am späten Freitagabend mit teilweise zitternder Stimme, begleitet von nervösen Ticks. Mit Dunn auf die Reise geschickt werden Kevin T. Hunsaker, als Berater und Direktor ausgerechnet für Ethik zuständig, sowie Anthony R. Gentilucci, für HP als Manager für globale Nachforschungen tätig.
Damit hat die Bespitzelungsaffäre bei HP ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Hurd entschuldigte sich im Namen von HP: “Ich entschuldige mich ausdrücklich bei jenen Journalisten, die ausgeforscht wurden, und bei allen anderen, die betroffen sind.”
Mark Hurd übernimmt den Job der Aufsichtsratsvorsitzenden Dunn gleich mit. Er musste allerdings zugeben, dass er selbst teilweise über die umstrittenen HP-Ermittlungen informiert war und nicht angemessen reagiert hatte. Wann rollt der nächste Kopf? (bk)

Linq
New York Times