Netzwerk-Management ist unternehmenskritisch
Systeme zur Netzwerkkonfiguration zahlen sich aus

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Welche Tools braucht das IT-Personal zur Verfolgung von Änderungen im Netzwerk und zur Vermeidung teurer Ausfallzeiten?

Netzwerkversagen und die Gründe

Netzwerk-Management ist unternehmenskritisch

In vielen Firmen ist das Netzwerk das Herzstück des ganzen Unternehmens und muss entsprechend behandelt werden. Eine Verfügbarkeit von 99,9 Prozent bedeutet noch immer eine Ausfallzeit von einem Drittel eines Tages pro Jahr. Die Kosten dieser fehlenden Verfügbarkeit können sich gut und gern auf bis zu 1,5 Millionen Euro pro Minute bei Firmen belaufen, die im Finanzdienstleistungssektor tätig sind.

Der arme Netzwerkmanager kann einem da nur Leid tun. Wenn das Netzwerk einen Tag lang ausfällt und die Firma sich auf Voice over IP (VoIP) verlässt, könnte für diesen Zeitraum auch die Telekommunikation unterbrochen sein. Damit könnten Geschäfte verloren gehen, denn wenn z.B. ein potentieller Auftraggeber das Unternehmen erreicht, bittet er eben die Konkurrenz um ein Angebot, oder Nachbestellungen könnten nicht ausgelöst werden. Die negative Mundpropaganda schadet dann der Marke und dem Unternehmen. Wenn das Unternehmen dann auch noch Webdienste und On-Demand-Computing ? ODC – anbietet, kann es sein, dass die Netzwerkverfügbarkeit noch größer sein muss als es mit drei “Neunen” hinter dem Komma möglich ist.

Der häufigste Grund für Ausfallzeiten beim Netzwerk ist noch immer menschliches Versagen, aber die Wahrscheinlichkeit eines derartigen Versagens ist unterschiedlich und hängt davon ab, ob das Netzwerk ein homogenes System ist oder eines von mehreren Anbietern zusammengestückeltes. Aber bei all dem Tohuwabohu von Fusionen und Übernahmen setzen die wenigsten leitenden Mitarbeiter die Netzwerkkompatibilität ganz oben auf die Prioritätenliste, wenn derartige Deals in Betracht gezogen werden. Wieder ist es der Netzwerkmanager, der leidet, denn er ist es, der zwei Systeme vereinigen muss, um das Ganze irgendwie zum effektiven Funktionieren zu bringen.


Und wieder: Richtige Tools retten Millionen

Netzwerk-Management ist unternehmenskritisch

Konzentriert man sich auf das Management der Netzwerkkonfiguration, können diese Probleme verringert werden. So können die MTTF – Mean Time to Failure (mittlere Zeit bis zum ersten Ausfall) und die MTTR – Mean Time to Repair (mittlere Reparaturzeit) verbessert werden. Ein Schlüsselelement einer solchen Strategie sind die tatsächlichen Konfigurationsdateien der Geräte, seien es nun Switches, die Firewall- oder Sicherheitseinrichtung, und die Dokumentierung bei Änderung der Konfiguration. Die Doku muss aktuell sein, denn was als unwesentliche Veränderung betrachtet werden könnte, mag andernorts zu beträchtlichen Auswirkungen führen.

Angesichts des Drucks, dem die IT-Mitarbeiter ausgesetzt sind, mag es natürlich schwierig sein, die Dokumentation auf dem neuesten Stand zu halten. Stellen Sie sich nur vor, Sie sind zu Hause und ändern die Konfiguration Ihres drahtlosen Routers – schreiben Sie auf, was Sie getan haben? Sichern Sie die Konfigurationsdatei? Die Herausforderungen für Netzwerke in großen Unternehmen sind viel größer, aber sogar Firmen mittlerer Größe könnten von einem vernünftigen Management-System für die Netzwerkkonfiguration profitieren.

Im letzten Artikel zum Thema habe ich über die Vorteile der Tools für die Netzwerksimulation und Sicherheitssimulation geschrieben. Ich habe erklärt, dass, obwohl derartige Tools teuer sind, die Kosten dafür häufig gerechtfertig sind, wenn sie dazu beitragen, ein anderes großes Problem zu vermeiden. Die Kosten für Managementsysteme zur Netzwerkkonfiguration können in ähnliche Weise gerechtfertig werden – und als zusätzlicher Nutzen machen sie das Compliance-Reporting, dem sich weltweite Konzerne unterziehen müssen, viel einfacher. Vielleicht reicht das auch schon als Argument aus, um diese Systeme dem Vorstandsvorsitzenden schmackhaft zu machen.


Weiterführende Informationen

Netzwerk-Management ist unternehmenskritisch

Wichtige Netzwerk-Management-Systeme, in denen teilweise auch das Konfigurations-Management enthalten ist, hat PC-Professionell-Redakteur Markus Bauer unter die Lupe genommen.

Den Vergleich der Netz-Management-Tools finden Sie hier.

Einen Fachartikel zum Konfigurations-Management finden Sie auch im Online-Lexikon Wikipedia.

In den USA gibt es sogar ein Institut für konfigurations-Management, das sich zum Ziel gesetzt hat, Unternehmen entsprechende Checklisten zur Verfügung zu stellen und diese auch für gutes Config-Management zu zertifizieren.