Adobe und Symantec protestieren gegen Vista-Tools bei der EU

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Adobe und Symantec wollen bei der EU-Kommission verhindern, dass Microsoft mit dem Start von Windows Vista kostenlose Produkte mitliefert, die mit ihren Anwendungen konkurrieren.

Die beiden Unternehmen versuchen derzeit, in Brüssel ihre Interessen durchzusetzen, berichtet das “Wall Street Journal” unter Berufung auf informierte Kreise. Adobe und Symantec argumentieren, Microsoft nutze seine dominante Position bei Betriebssystemen, um mit eigenen Tools den Wettbewerbern wichtige Umsatzquellen abzugraben.

Adobe sieht vor allem sein PDF-Format gefährdet, da in Vista mit dem Dokument-Format XPS eine direkten Konkurrenz entstehe. Microsoft liefert kostenlos Tools zum Lesen und Schreben des Formates mit. Acrobat zum Erzeugen von PDF-Dateien ist aber eine der wichtigsten Umsatzquellen des Anbieters. Daher fordert Adobe von der EU-Kommission, die Integration von XPS ohne Preisaufschlag zu untersagen.

Kommende Woche wollen der Zeitung zufolge auch Symantec-Manager nach Brüssel kommen, um gegen die in Vista bereits integrierte Sicherheitssoftware zu argumentieren. Dabei sei auch eine Pressekonferenz geplant.

Die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hat Microsoft bereits gewarnt, durch die Integration neuer Features das Wettbewerbsrecht zu verletzen. Sie lehnt aber ab, das Betriebssystem noch vor der Markteinführung einer Prüfung zu unterziehen, um den Verkaufsstart nicht weiter zu verzögern. (ds)

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Autor: axel
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