China stürzt sich auf die Raubkopierer

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Kaum zu glauben, aber nach vielen Protesten, Anregungen und Wünschen aus dem Westen haben sich nun (angeblich) die chinesischen Behörden aufgemacht, die Piraten zu jagen.

Die Pekinger Regierung meldete heute Nacht, mehr als 13 Millionen illegaler CD- und DVD-Kopien (Filme, Software, Musik) in diversen Razzien sichergestellt zu haben. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua News sei das nur ein Teil einer Anti-Piraten-Kampagne, die 100 Tage andauern solle. Alles beschlagnahmte Material werde direkt von den “Copyright Cops” vernichtet (oder verkauft?). Einem Profi-Zyniker fällt natürlich sofort ein, dass die Chinesen leicht diese zu zerstörenden Berge extra hätten anfertigen können – für ein Beweisfoto – um dann im alten Trott fortzufahren. Doch die Staatspolizei behauptet felsenfest, 8.907 kleine Copyshops und Straßenhändler, 481 illegale Kleinverlage und 942 Verteilerportale aus dem Verkehr gezogen zu haben. Falls es stimmt, müsste ja bald in Europa das Angebot im Schwarzmarkt dünner werden.
Schwerpunkt des Einsatzes war übrigens die Provinz Guangdong (Nachbar: Hong Kong). (Nigel Hummingbirdfart/rm)

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