Bwin-Vorstände in Frankreich verhaftet

Allgemein

Nicht nur Amerikaner können die Manager von Online-Casinos festsetzen: Die Franzosen bewiesen am Wochenende, dass sie die Chefs eines Glücksspielportals dingfest machen konnten.

Norbert Teufelberger und Manfred Bodner, zwei Vorstände des österreichischen Wettanbieters Bwin Interactive, sind wegen angeblicher Verletzungen des französischen Glücksspielrechts festgenommen worden. Das Duo wollte auf einer Pressekonferenz in Nizza die Partnerschaft des Unternehmens mit dem Fußballclub AS Monaco bekannt geben.
Bwin-Sprecher Konrad Sveceny: “Wir haben nicht gegen geltendes europäisches Recht verstoßen und fühlen uns daher im Recht.” Bwin werde vor der Europäischen Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Frankreich anstrengen, weil es gegen das geltende Recht zur Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit verstoße. Die EU-Kommission führe bereits gegen Deutschland, die Niederlande, Finnland, Ungarn, Italien und Schweden ein solches Verfahren, betonte Sveceny. Bwin – vormals Betandwin – kämpft darüber hinaus gegen das Verbot, Sportwetten in Deutschland anbieten zu dürfen. So haben die Behörden in Bayern am Freitag Bwin die Vermittlung von Sportwetten per Internet untersagt. (rm)