Roaming-Gebühren: O2 erhebt schwere Vorwürfe gegen die EU-Kommision

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Der Mobilfunker fühlt sich in der Auseinandersetzung um die Höhe der Roaming-Gebühren ungerecht behandelt und hat eine Beschwerde eingereicht.

Wie die Financial Times Deutschland berichtet, wirft O2 den Wettbewerbshütern der EU vor, die Einsicht in Akten zu behindern, die wichtig für die Verteidigung der eigenen Position seien. Deshalb hat man beim EU-Bürgerbeauftragten Nikiforos Diamandouros offiziell Beschwerde eingelegt. “O2 hat über den gesamten Zeitraum der sieben Jahre andauernden Untersuchung voll mit der Kommission zusammengearbeitet. Wir sind jedoch zunehmend aufgebracht über das Verhalten der Kommission”, erklärte ein O2-Sprecher.

Außerdem kritisiert das Unternehmen, man sei von Anfang vorverurteilt worden, beispielsweise in Aussagen von Kommissionsvertretern der Presse gegenüber. Und die Kommission hätte im Zuge neuer Vorwürfe auch jeweils eine neue Anklage erheben müssen.

Schon seit Jahren ermittelt die EU gegen die Mobilfunker, denen sie überhöhte Roaming-Tarif vorwirft. Erst im Juli hatte man eine Verordnung erlassen, mit deren Hilfe die Gebühren gesenkt werden sollen. Mit ihrer Forderung, für ankommende Gespräche im Ausland überhaupt nichts zu berechnen, konnte sich EU-Kommissarin Viviane Reding allerdings nicht durchsetzen. (dd)

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